Elektrisch in die Zukunft

Revolution Elektroauto - Key-Facts zur Entwicklung

1881 erfand der französische Physiker Gaston Plante das erste Elektrofahrzeug mit dem Namen "Trouvé Tricycle". Es wurde mit einem Elektromotor und dem eingebauten Blei-Akku rein elektrisch betrieben. Die technischen Daten: 1 PS, 160 kg Leergewicht und 12 km/h schnell.

1890 erbaute der Amerikaner William Morrison ein kutschenähnliches Fahrzeug, das als erstes Erfolgsmodell in der Geschichte einging. Die technischen Daten: 2,5 PS, acht Batterien und 12 km/h schnell.

1896-1912 war die "erste" Blütezeit der Elektromobilität:

  • ca. 34.000 registrierte Elektrofahrzeuge in den USA.
  • 565 Marken für Elektroautos.
  • 38% auf dem Markt waren elektrisch betriebene Fahrzeuge.
  • Der "Lohner-Porsche" war das erste Hybridfahrzeug mit einem Radnabenmotor. Erfunden im Jahre 1900 von Ferdinand Porsche.

1911-1990 hatte die Elektromobilität ihren längsten Stillstand. Der Verbrennungsmotor übernahm den Markt und das Elektrofahrzeug war auf einmal nur noch ein Nischenprodukt.

Seit 1990 stieg der Anteil der Elektrofahrzeuge am Automarkt wieder an. Es wurde aufs Neue in die Forschung und Entwicklung für Elektromotoren für die Mobilität investiert.

Bis 2020 sollen eine Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein (Vision 2020 der Bundesregierung). Dieses Ziel gilt mittlerweile als unerreichbar (Stand Ende 2018)

FAQ's zum Elektrofahrzeug

Die Antriebskonzepte

  • Batterieelektrische Fahrzeuge besitzen ausschließlich eine Batterie als Energiequelle. Die Fahrzeuge sind abhängig von einer öffentlichen Ladeinfrastruktur oder einer privaten Wallbox, da die Batterie aus dem Stromnetz geladen werden muss.
  • Hybrid-Elektrofahrzeuge teilen sich einen Elektro- und Verbrennungssmotor. Dabei wird die Batterie über einen Generator, in der Regel durch den Verbrennungsmotor bzw. durch die Rückgewinnung von Bremsenergie (Rekuperation), aufgeladen. Plug-In-Hybridfahrzeuge können zusätzlich ihre Batterie am Stromnetz laden.
  • Brennstoffzellenfahrzeuge nutzen eine Brennstoffzelle als Energiequelle. Dabei wandelt eine chemische Reaktion den zugeführten Brennstoff (meist Wasserstoff) direkt und ohne thermischen Zwischenschritt in elektrische Energie um.

Vorteile von Elektrofahrzeugen

  • Hohes Drehmoment
  • Batterieladung überall möglich (in Verwendung mit EnzStrom vollkommen emissionsfrei)
  • Wartungsarm
  • Geringere Betriebskosten
  • KFZ-Steuerbefreiung (bis zu 10 Jahre möglich)
  • Kaum Lärmbelastung im Straßenverkehr
  • Unabhängig vom Erdöl
  • Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz

Die Reichweite

Die Reichweite hängt von der Größe der Batterie, dem Energiebedarf des Fahrzeugs und vom Nutzerverhalten ab. Bei einer Batteriekapazität von 30 kW und einem Energiebedarf bei vorsichtiger Fahrweise von 15 kWh/100 km beträgt die Reichweite etwa 200 Kilometer.

Die Kosten

  • Die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge sind aktuell sehr hoch. Hauptgrund ist die Lithium-Ionen-Batterie. Die technische Weiterentwicklung und Forschung sowie die steigende Nachfrage werden die Produktionskosten weiter senken. Daher wird sich der Preis in den nächsten Jahren halbieren.
  • Die Betriebskosten dagegen sind für den Verbraucher wesentlich geringer, da z.B. der Strom günstiger ist wie Benzin und die KFZ-Steuer entfällt (bis zu 10 Jahre). Auch sind 90-mal weniger bewegliche Teile in einem Elektroauto vorhanden, was einen geringeren Anteil an Verschleißteilen mit sich bringt.

Die Steckertypen

  • Steckertyp 1 und 2 sind AC-Ladestecker, d.h. sie laden mit Wechselstrom. Asiatische und europäische Automodelle können ihre Batterie mit einer maximalen Leistung von 43 kW aufladen. Die meisten öffentlichen Ladestationen oder Wallboxen arbeiten mit Wechselstrom und dem Typ 2.
  • Steckertyp Combo (CSS) und CHAdeMo sind DC-Ladestecker, d.h. sie laden mit Gleichstrom. BWM, VW, Opel und Hyundai nutzen diese Technik. Unsere Schnellladesäule kann eine Leistung von bis zu maximal 50 kW erreichen.
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